Milchbar 03
Architecture / Scenography / Art Installation

Überschrift 1
In einer industriell genutzten ehemaligen Werkhalle auf dem Optimolgelände in München entsteht die neue und inzwischen dritte Milchbar. Der Charakter der hohen Halle bleibt bewusst roh in seinem Zustand, wie auch die industrielle Fassade.
Eine altes Eisentor wird restauriert und ist der Zugang zum neuen Club. Öffnen sich die beiden von Rost überzogenen hohen Türflügel, fällt der erste Blick auf ein lichtes, rot beleuchtetes Foyer aus Glas, mit einem Siebdruck.
Halbtransparent beschichtet erscheint die kubische Form des Glasvorbaus wie eine Kunst Installation in einer Industriehalle. In diesem Raum warten die Gäste bis zum Einlass. Und auch in dieser neuen Club Atmosphäre, ist die von Suzanne Faltenbacher seit der ersten Milchbar festgelegte CI, auch hier wieder unverkennbar in neuer Gestaltung und Lichtinszenierung wie immer in rot.
Auch bei dem dritten Projekt der Milchbar wird die Bar wieder als zentrales Element im Raum angeordnet. Die oval geformte 16 m lange Bar ist aus Corian gefertigt.
Für die DJ's entsteht eine Plattform, die in die lang gezogene Bar integriert ist, von der aus der DJ den Sound für die Clubnacht dirigiert. Der Baukörper ist ohne sichtbare Konstruktionsverbindungen, keine Naht oder andere technische Verbindung ist zu sehen. Das Material Corian, das bisher in Krankenhäusern eingesetzt wurde, wird von studioacht hier erstmals für eine Bar eingesetzt, um den skulpturalen Charakter des Barkörpers ausführen zu können. Immer wieder fragen Gäste nach, wie denn diese monumentale Bar in einem Stück und ohne eine einzige Nahtverbindung in diese Halle kam.
Die Bar ist in einem gebrochenen Weißton, die Innenraumflächen sind in einem satten dunkelbraun eingefärbt. Die Technik der Raumlüftung ist hinter einer Wandkonstruktion verschwunden, runde Düsen verweisen auf die Technik der Belüftungsanlage. Ein Teil der Wandoberflächen wird mit Schall absorbierenden Platten mit runden Löchern gestaltet für eine optimale Raumakustik.
Studioacht entwickelt eine überdimensionale Lichtinstallation über der Bar aus runden Glasscheiben, die in Reihen an feinen Fäden gehängt über der Bar schweben. In dem offenen Innenradius der Glasscheiben wird die Installation von einer 15 m langen Linie aus roten Leuchtstoffröhren durchdringt.
Year: 2003
Dimension: 210 sqm
Location: Optimol Werksgelände München

